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FAQ für Studieninteressierte



Die besten Informationen zum Studium findet Ihr zwar auf den offiziellen Webseiten der Studiengänge (BSc, MSc), trotzdem wollen wir Euch hier noch einmal die häufigsten Fragen zu Bewerbung und Themen im Studium und Ähnlichem kurz beantworten.
 

Zulassung

Ist Molekulare Biomedizin überhaupt das richtige Studienfach für mich ?

Wenn du dir diese Frage stellst, kann dir vielleicht der Studienscout „Academicus“ helfen. Dort kannst du als zusätzliche Entscheidungshilfe online einen Selbsteinstufungstest machen und so überprüfen, ob du mit deinen eigenen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen hier gut aufgehoben bist.

Wie hoch ist der Numerus Clausus für molekulare Biomedizin in Bonn?

Einen festen NC gibt es nicht. Weil es für die 30 Studienplätze pro Jahr aber regelmäßig weitaus mehr Bewerber gibt, wird ein hochschuleigenes Auswahlverfahren durchgeführt, bei dem neben dem Abidurchschnitt die Noten in den belegten Naturwissenschaften (inkl. Mathe) und Englisch eingehen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man mindestens eine Naturwissenschaft als LK belegt hatte.
 

Wie kann ich meine Chancen, genommen zu werden, erhöhen?

Pluspunkte kann man z.B. durch die Teilnahme an Wettbewerben wie Biologie-/Chemieolympiade oder jugend-forscht sammeln. Dabei zählt weniger der absolute Erfolg, als vielmehr, dass Interesse und Engagement in Naturwissenschaften zu erkennen sind. Derzeit gibt es z.B. die aktuellen Aufgaben für die Bioolympiade 2008 und einen Erfahrungsbericht (pdf) mit Tipps zur 1. Runde.
Ebenfalls äußerst positiv fließen Praktika (außer den üblichen Schulpraktika) in die Bewertung ein. Geeignet zur Durchführung sind z.B. Forschunginstitute von Max-Planck- oder Frauenhofer-Gesellschaft, Chemie- und Pharmaunternehmen und auch Arbeitsgruppen an Universitäten. Und keine Angst: Wer freundlich fragt wird meistens auch gerne aufgenommen. ;)
Nebenbei bemerkt: Sowohl Wettbewerbe als auch Praktika sind nicht nur ein gutes Argument in der Bewerbung sondern machen einfach Spaß, bieten eine tolle Möglichkeit, Leute mit ähnlichen Interessen zu treffen und vermitteln Erfahrungen, an die man sonst nur schwer ran kommt! Wenn dabei vielleicht auch noch ein Büchergutschein oder Ähnliches rausspringt - umso schöner.

Wo gibt es ähnliche Studiengänge?

Weil sich die meisten nicht nur an einer Universität bewerben, findet Ihr hier und hier eine Liste mit verwandten Studiengängen.

Bewerbung

Onlinebewerbung

Ab Anfang Mai etwa wird auf der offiziellen Seite des Studiengangs ein Link zu einem (recht komfortablen) Online-Formular für die „erste Bewerbungsrunde“ freigeschaltet. Dort tragt Ihr dann notwendige allgemeine Daten, Fachnoten in Euren naturwissenschaftlichen Fächern und Englisch ein, werdet nach Euren wissenschaftlichen Interessengebieten gefragt und verfasst einen kleinen Text, warum Ihr Biomedizin in Bonn studieren wollt. Dieses Formular geht mit einer beglaubigten Kopie des Abizeugnis an das Koordinationsbüro.

Auswahlgespräche

In einer zweiten Auswahlrunde werden 90 Bewerber (von ca. 750 pro Jahr) zu einem persönlichen Auswahlgespräch nach Bonn eingeladen. Hier kommt es vor Allem auf Euren persönlichen Eindruck, ein sympatisches Auftreten, ein wenig Fachwissen, Kreativität und die Fähigkeit zum logischen Denken an. Wenn ihr einmal zum Gespräch eingeladen seid, spielt Euer Abiturzeugnis nur eine ganz untergeordnete Rolle.

Die optimale Vorbereitung hierfür ist, wenn man in den Wochen vorher in bisschen Nachrichten schaut und die Zeitung liest, um über aktuelle Ereignisse etwas Bescheid zu wissen und sich darüber eine Meinung zu bilden. Des Weiteren empfielt es sich, sich ein wenig Wissen auf Wikipedia-Niveau anzueignen, insbesondere auf den Gebieten, die man in der Onlinebewerbung als seine besonderen Interessenfelder angegeben hat. Mit etwas Geschick lässt sich das Gespräch auch so lenken, dass man auf seine "Spezialgebiete" zu sprechen kommt...

Wer noch mehr tun will, kann sich auf so ein paar Standardfragen eine gute Antwort überlegen, allerdings sollte die dann nicht monoton runtergeleiert werden, sodass jeder merkt, dass die Antworten auswendig gelernt sind, sondern ruhig ein paar Pausen oder "ähm"s und "äh"s drin haben.

Solche Standardfragen wären z.B.:

  • Stellen Sie sich in einigen Sätzen bitte selbst vor.
  • Charakterisieren Sie sich doch einmal selbst.
  • Was sind Ihre Stärken / Schwächen?
  • Wie gehen Sie Probleme an?
  • Was ist für Sie ein guter Student / Professor / Wissenschaftler?
  • Welche Fähigkeiten zeichnen einen guten Wissenschaftler aus?
  • Warum haben Sie sich für Molekulare Biomedizin entschieden?
  • Warum nicht für den Studiengang XY an der Universität in Ihrer Nähe?
  • Was halten Sie von dem Mentorenprogramm / der kleinen Studierendenzahl?
  • Haben Sie sich noch woanders beworben?
  • Wenn Sie mehrere Zusagen erhielten, wo würden Sie lieber hingehen?
  • Wer oder was ist LIMES?
  • Wer oder was ist LIFE & BRAIN?
  • Wie stehen Sie zu Tierversuchen?

Dabei kommt es allerdings auf die Zusammensetzung der Auswahlkommission (i. d. R. drei Professoren und eine Dame aus dem Koordinationsbüro) an, ob und wie intensiv auf einzelne Themen (Bonn, Fachkenntnisse, Politik, ...) eingegangen wird. Macht Euch auf jeden Fall auch Gedanken, welche Punkte in Euren Bewerbungsunterlagen erklärungsbedürftig sein könnten, auf Nachfrage oder von Euch aus. Wenn ihr Praktika angegeben habt, werden mit großer Wahrscheinlichkeit Fragen zu deren Inhalt gestellt werden. Manchmal dreht sich das Gespräch auch fast ausschließlich um euren Lebenslauf.

Studium

Vorkenntnisse?

"Wenn die Auswahl schon so hart ist, dann wird das Studium bestimmt auch schwierig. Und ich hatte schon seit der 10 kein Chemie mehr..." Keine Angst, solche Gedanken haben wir auch gehabt und aufgegeben. Am Anfang besteht das Studium zwar zu großen Teilen aus Grundlagen in Chemie, Physik und (Zell-)Biologie, aber die Vorlesungen fangen für alle ganz vorne an. Der Lernaufwand ist zugegebenermaßen unterschiedlich groß, der Stoff letztlich doch zu schaffen. Und sonst werden Aufgaben und Probleme gerne mal gemeinschaftlich gelöst.
 

Zukünftige Arbeitsfelder

Eins muss klar sein: Wer Biomedizin studiert wird nie Arzt werden und Patientenkontakt haben! Wenn ihr unentschlossen seid empfiehlt es sich, Kontakt zu Studenten beider Fächer aufzunehmen und denen Löcher in den Bauch zu fragen. Ansonsten gibt es im Medizinstudium die Möglichkeit, im Studienverlauf durch entsprechende Spezialisierungen die Grundlagen für die Arbeit in der Forschung zu legen.

Als zukünftige Biomediziner wird unser Hauptaufgabengebiet auf dem Gebiet der Grundlagenforschung in der Biotechnologie- und Pharmaindustrie, der Forschung und Lehre an Universitäten oder an Max-Planck-, Fraunhofer- oder Helmholtz-Instituten angesiedelt sein. Dabei ist sicherlich in den ersten Jahren viel Zeit im Labor zu verbringen, aber im Laufe einer wissenschaftlichen Karriere können die Aufgaben vom eigenständigen Forschen auch immer mehr in den Bereich der Administration und Planung übergehen.

Daneben gibt es auch andere Berufe die zum Berufsbild zählen, darunter die Arbeit in der molekularen Diagnostik in Kliniken oder Großlabors. Wer nach dem Studium vom Labor die Nase ganz voll hat, kann auch noch Wissenschaftsjournalist, Unternehmensberater oder Analyst für Biotechnologiewerte bei Banken werden.

Öffnungszeiten FS-Büro

Donnerstags 19h - 20h

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